17.5.

 Sauwetter!

  

Erwin will in den Norden, vorerst aber zur Ölmühle in Eggares. Wir verfranzen uns wieder einmal total. Egal, das Wetter lässt sowieso zu wünschen übrig. Wir fahren einfach nur mehr der Nase nach.

 

In Koronos bleiben wir stehen. 

 

Haben nichts gefrühstückt und bestellen auch jetzt nur Kartoffel und Salat. 

 

Sch…. Wetter, die Gegend muss ja ein Traum sein – wenn man etwas sieht. Gelegentlich heben sich die Nebelschwaden

 

Am Rückweg „finden“ wir Eggares und statten der Ölmühle einen Besuch ab. 

 

Frage ob ich fotografieren darf und Chefin? Meint, JA mit ihr am Bild

 

Natürlich hat der Besuch Folgen. Öl ist ausgezeichnet. Jauserl auch.

 

1. Foto......Hat der Künstler Probleme?

 

Was es dort wohl gibt? 

 

Wir fahren hin um es zu bestaunen, 

 

man sieht aber nicht wirklich etwas. Eine Tafel zeigt die Richtung zum Amitis Beach

 

und der fahren wir nach. Sehr schmales Strasserl und ich frage mich, was tun bei Gegenverkehr? Ganz selten eine breitere Stelle um auszuweichen. Strand sieht recht nett aus und es liegen wunderschöne Steine herum. 

 

3 dürfen mit.

Morgen, bei hoffentlich Schönwetter, wollen wir die Tour noch einmal machen.

 

JJ gewinnt den ESC für Österreich. Freue mich darüber, der Song gefällt mir sehr gut.

 

Abends treffen wir uns wieder mit Familie

 

18.5.

 Wir wollen in den Norden nach Apollon fahren. Bei Eggaren gibt es eine Tafel die die Richtung anzeigt. Erwin biegt nach rechts ab. Ob das stimmt Erwin?

E: Pfeil hat ja in diese Richtung gezeigt!

J: Ja, eigentlich müssten wir das Meer linker Hand sehen, aber wenn du meinst

Er fährt weiter

J: Ich denke laut….Es würde mich nicht wundern, wenn wir wieder in Naxos Chora herauskommen…..

Tja und so war es auch.

Auf ein Neues

 

J: Erwin, das Meer muss l i n k e r Hand sein…….immer das selbe, oder das gleiche Theater?

 

 Von Apollon 

 

fahren wir nach Lionas. Bin begeistert von dieser Gegend. Zufahrt ist zwar anstrengend, 

 

aber wie fast überall, kein Verkehr. Hier gibt es 2 Tavernen 

 

und von einer wird uns schon zugewunken. Da die 2te geschlossen aussieht 

 

wählen wir natürlich diese. Diese Taverne wird seit Generationen geführt und der Altchef bringt uns 2 Fotoalben. Zu unserem erstaunen war hier auch schon eine Gruppe von Franzosen, mit dem Wohnmobil, unterwegs.

 

Wir wählen Fisch und Octopus und es schmeckt köstlich.

 

Danach vertreten wir uns die Beine noch am Strand 

 

und sind begeistert über die schönen Steine.

 

Die Wolfsmilchbüsche erfreuen mein Auge. 

 

In Filoti machen wir wieder einen kurzen Stopp um uns im Supermarkt so Einiges zu besorgen. Im Sonnenschein sieht doch alles gleich noch schöner aus.

 

Abends genießen wir den schönen Sonnenuntergang.

 

19.5.

 Nach dem Frühstück machen wir uns auf um im SüdWesten  Streetart in der Hotelruine von Alyko zu bestaunen.

 

Wie schon auf Teneriffa, bin ich auch hier begeistert. Sind einige wirkliche Kunstwerke dabei.

 

Es gibt hier einen sehr schönen, einsamen Strand. 

 

Erwin ist mutig und traut sich ins Wasser. 

 

So schade, dass aus dem Hotel nichts wurde. 

 

Die Griechen selbst sind sich uneinig. Einer erzählt, es fehlte die Baugenehmigung. Der nächste, das dort nach einem versunkenen Flugzeug getaucht wurde. Ein andere berichtet von einem Vorwand für illegale archäologische Ausgrabungen.

Die wahre Geschichte hat Noemi Girgla, Redakteurin bei der Rhein-Necker-Zeitung, aufgedröselt. Mit Hilfe von alten Zeitungsartikeln und Gerichtsunterlagen setzt sie die Geschichte Puzzleteil für Puzzleteil zusammen.

Alles nimmt seinen Anfang nach Ende de zweiten Weltkriegs. Die Besitzverhältnisse um Alyko sind nicht geklärt. Und obwohl eine gerichtliche Entscheidung vorliegt, die das Gebiet zu öffentlichem Wald erklärt, beanspruchen Einheimische den Boden von Alyko für sich.

In den 60er Jahren tritt dann ein belgischer Investor auf den Plan. Die angeblichen Eigentümer von Alyko verkaufen ihm die Halbinsel.

Nun geht das Bauprojekt los. Das Gebiet wird eingezäunt. Natur zerstört. Schließlich sollen hier sechs Hotelkomplexe entstehen. Verwunderlich finden wir das nicht. Auch heute noch ist die Gegend um Alyko eine der schönsten der Insel. Würden wir ein Haus auf Naxos bauen, wäre es genau hier.

1967 kommt schließlich die griechische Militärdiktatur an die Macht. Diese erklärt Alyko zum Privatwald. Zwar fällt diese einige Jahre später, und der Fall Alyko gerät in Vergessenheit. 1982 wird er aber neu aufgerollt.

1993 ist es für den belgischen Investor genug. Er verkauft Alyko, das nun seit 2001 dem griechischen Staat gehört. Heute steht der Wald dort unter Naturschutz. Ein Grund, warum die Bauruine nicht abgerissen wird - auch wenn es immer wieder diskutiert wird.

Gut für die Graffiti-Künstler dieser Welt. Sie kommen jedes Jahr auf die Kykladen-Insel Naxos und arbeiten an ihrem Repertoire. Einer von Ihnen ist WD aka Wild Drawing aus Bali. Ein Street Art Künstler, der mittlerweile in Athen lebt.

Seine Werke sind der Wahnsinn. Wir lieben das Vogelmotiv von ihm.

Für uns ist die Hotelruine ein Muss bei Deinem Naxos-Besuch. Jeder der Lost Places mag oder sich für Graffitis interessiert, ist hier richtig. Aber auch Strandfreunde werden hier happy. Der nahegelegene Hawaii Beach ist einer der schönsten Strände der Insel. Eines unserer Highlights von Naxos.

Wichtig: Begehung auf eigene Gefahr. Das Mauerwerk ist sehr porös und im Inneren der Ruine finden sich große, klaffende Löcher in den Böden. Also aufgepasst.

 

Artikel von: greekislandhopping.de

 

 

Am Plaka Beach

 

kehren wir ein. Erwin wählt Lamm und ich Suvlaki. 

 

Nachspeise aus dem Supermarkt

 

Abends machen wir uns auf, um die Altstadt zu besuchen, die in  ca 10 – 12 Minuten zu erreichen ist.

 

Die Preise haben es in sich.

 

20.5.

  Heute möchten wir noch einmal eine kleine Wanderung machen.

 

Wir hatten geplant, zeitig aufzustehen, da die Temperaturen ansteigend sind. Daraus wurde leider nichts.

  

Verspätet kommen wir, bei der im Wanderführer vorgeschlagenen, Route an. 

 

Die Gegend ist wunderschön und wir erfreuen uns an den XL Heuschrecken, die nicht nur Hüpfen, sondern wie Libellen zum nächsten Busch fliegen. 

 

Sieht doch aus wie eine Rieseneidechse oder?

 

Hier stehen wir vor verschlossenen „Türen“, aber lt. Reiseführer kann/darf man sie öffnen. Ich weiß nicht, irgendwie ein komisches Gefühl. Mag ich eigentlich nicht.

 

Olivenbaum in der Tonne, gibt es auch nicht jeden Tag. 

 

Wir sind seit ca 1 Stunde unterwegs und es ist ziemlich heiß geworden. Den Rundweg schaffe ich sowieso nicht, also drehen wir wieder um.

 

In Vivlos besuchen wir eine Bäckerei, trinken CafeFrappe , essen 2 kleine Süßigkeiten dazu und zahlen 4,80 = ein Geschenk. 

 

Im Großen und Ganzen kommt man mit 1 Vorspeise, 2 Hauptspeisen und ½ Liter Hauswein auf meist € 60,00. Also, nicht gerade billig hier.

 

Wir fahren weiter nach Agia Anna und Erwin wird zu einer echten Wasserratte. Ich streike. 

 

Oid bist worden Judith. Schaut man genau, muss man sagen …….. Der Zahn der Zeit nagt ganz schön…..

 

Im nahegelegenen Restaurant verwöhnen wir uns mit Tzatziki, Griech. Salat und Knoblauchbrot. 

 

Da bei unserer Unterkunft das Meer sehr seicht ist, wollen wir es testen. Auch nur 19°, also nix mit schwimmen.

 

Morgen letzter Tag auf Naxos.

 

Aus dem Nachbarhotel erklingt Nessun Dorma……

 What a wonderful world 💗

 

21.5.

 Letzter Tag! Was mach ma?

 

Wir beschließen noch einmal nach Apiranthos zu fahren. 

 

Hier hat es uns recht gut gefallen. 

 

Bester CafeFrappe bis jetzt und auch das Joghurt mit Nüssen und Honig schmeckt ausgezeichnet. 

 Erwin hingegen ist vom Orangenkuchen nicht so begeistert.

 

Auf der Rückfahrt 

 

machen wir noch Halt in Sangri 

 

und dann geht's in Richtung Unterkunft. Eigentlich wollten wir noch zu einem Strand,  aber o Schreck, ich hab meinen Badeanzug vergessen, dabei vergesse ICH nieeee etwas ……. Eigentlich könnten wir ja trotzdem fahren, ich gehe eh nicht ins Wasser, aber Erwin hat genug von der Fahrerei. Erfordert bei den schmalen Straßen und der Fahrweise der Griechen hohe Konzentration.

 

Da wir noch relativ zeitig dran sind, finden wir keinen PP und Erwin muss eine Runde drehen.

  

Wir verabschieden uns von unserem Beach mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Lachend weil wir Retzina trinken, weinend weil wieder ein Urlaub zu Ende geht. 

 

Abendessen bei MAMA ist heute angesagt. Wir haben Glück und bekommen einen Tisch auf dem Balkon. Sehr schönes Ambiente, man sieht von hier aus sogar die Portara (rechts). 

 

Essen ist gute Hausmannskost.

 

Morgen fliegen wir vorerst bis Athen, wo wir übernachten werden.

 

22.5.

 Habe heute gut geschlafen.

6:19 - es rumpelt dahin. Erwin und ich sehen uns an und sind wie gelähmt. Es ist das dritte Beben hier, welches ICH mitbekommen habe, aber auch das stärkste. Komisch, keiner kommt auf die Idee sich unter einen Türstock zu stellen, zumindest hat man das früher immer vorgeschlagen. Erstaunlich, dass ich sofort diese Meldung aufs Handy bekam.

 

Es ist jetzt 7:05 und ich komme mir vor, als ob ich unter Strom stehen würde. Mein ganzer Körper kribbelt.

 Wie auch immer, wir müssen heute zum Flughafen.

 

 No servas (leider nicht ganz scharfes Foto) 

 

In Athen, werden wir vom, schon in Österreich, bestellten Taxichauffeur abgeholt. 

 

Was hab ich mir dieses Mal bei den Buchungen gedacht? Unser Hotel 

 

erreichen wir nach 40 Minuten Fahrt. Zur Akropolis müssten wir, von hier, über eine Stunde fahren. Das Zimmer ist wenigstens in Ordnung. 

 

Wir machen uns auf die Suche nach einem Restaurant und sehr viel ist hier nicht los. Letztendlich entscheiden wir uns für eine Pizzeria, die auch griechisches Essen hat. 

 

Gegend erkunden

 

23.5.

 

Guten Morgen!!! 

 

Auf, auf, es geht nach Hause. Pünktlich werden wir wieder von einem Taxi abgeholt. 

 

24.5.

Bekomme WhatsApp von meinem Sohn, dass sein Abflug von Naxos nach Athen Verspätung hatte und der Anschlussflug nach Wien natürlich nicht gewartet hat.

 

Es wurde ein Zimmer, gleich neben dem Flughafen, zur Verfügung gestellt. Nicht schlecht oder, wenn man den Preis betrachtet.? Ich glaube, die Flüge haben nicht mehr gekostet!

 

Sie haben dann den darauffolgenden Tag genutzt um zur Akropolis zu fahren.

 

Resümee

Naxos ist mit Sicherheit eine sehr interessante Insel und für Wanderer vermutlich ein Traum. Hat von den Dörfern her aber relativ wenig zu bieten. Strände sind schön, aber mir war das Wasser mit 19° viel zu kalt.

Wir haben den Vergleich mit Paros, wo es UNS besser gefallen hat.  Die Dörfer dort sind ein Traum, eben so, wie man sich GR vorstellt.  Wie es dort mit Wanderungen ausschaut können wir nicht sagen, da wir keine gemacht haben. Warum eigentlich nicht?

In punkto Preisen, sind beide etwa gleich teuer.

Ich selber bin überrascht, dass ich für meinen körperlichen Zustand relativ gut unterwegs war, aber habe auch Angst, dass es nicht mehr lange gut geht. Abgesehen von meiner Hüft-OP im Oktober macht mir meine LWS immer wieder Probleme. An längere Wanderungen ist nicht zu denken.

OCHI hätte ich gerne mitgenommen.......

 

Toll finde ich, wie man übers Handy alle notwendigen Informationen erhält.

 

Schön war es 

 

Bericht von Judith

 

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