USA Ost  5.5.2015 – 13.5.2015


5.5.15

Amerika wir kommen!!!

Pünktlich um 10h15 heben wir in Schwechat ab. Wider erwarten fliegen wir mit Austrian  Airlines, und  nicht wie  den Unterlagen zu entnehmen war über Düsseldorf, sondern NY direkt.        

Einziger Minuspunkt = mein Kreuz.......seit gestern plagen mich wieder einmal starke            Schmerzen.  Denke, dass wir eventuell ein Upgrade auf 1. Klasse machen, damit   ich mich wenigstens ausstrecken kann.......gehe also zum Schalter um nachzufragen ob  etwas frei wäre.........ja schon, aber pro Person müssten wir Euro 699,00 aufzahlen..........na da werden die Schmerzen gleich weniger. Wir haben jedoch Glück da die 4 letzten 3er  Reihen frei sind. Also gehört gleich eine davon mir und dank Hüftgürtel kann ich mich halbwegs gut hinlegen.

Der Anflughafen Newak erwartet uns mit 29 Grad. Die Einreiseformalitäten erweisen sich weniger schlimm als erwartet. Im Flugzeug konnten wir bereits die Zollerklärung ausfüllen, an einem der vielen Schalter  Abdrücke von allen Fingern hinterlassen und  freundlich in eine Kamera lächeln.

Unser Gepäck fuhr schon am Förderband spazieren, wir mußten es nur mehr schnappen  und mit dem Airtrain zur Station P4  fahren. Von dort dann mit dem Shuttlebus zu unserem Hotel, dem Country Inn & Suites.


*****

Ich bin schon ganz kribbelig und möchte in die Stadt New York (war schon vor 8 .Jahren da), aber die Reiseleiterin meint, dass das mit den Öffis zu kompliziert wäre, wir könnten  heute ja ins Hotelpool oder vis a vis ins Outlet gehen. NY ist ja eh in den nächsten Tagen am Programm. Pool schaut  nicht sehr einladend aus und man höre und staune, mein Erwin zieht das Outlet vor. Mich haut es fast um, damit hätte ich niemals gerechnet.

Na gut, da ich eh nur 17 kg Gepäck habe, kann ich ja mit  +6kg  zuschlagen ;-))

Es geht  ein kleines Tascherl mit und dann plagt uns der Hunger und wir kehren im Chillys ein. Kellner haut uns einige im amerikanischen Slang gehaltene  Speisen um die Ohren und WIR "nix verstehen". Bekommen aber die von uns gewünschten Speisen lt. Abbildung in der Karte.

Da wir nur einige Meter vom Flughafen entfernt wohnen komme ich hier voll auf meine Kosten.

Ich liebe es den Flugzeugen unmittelbar beim Start oder bei der Landung zuzusehen und   so setzen wir uns nach dem Nachtmahl noch auf ein Bankerl und beobachten den Aufstieg einiger Flugzeuge. Ich glaube, ich bin einer der wenigen Menschen die sich nie beklagen   würden, bei einer Hotelunterbringung neben der Landebahn (jeder Mensch hat halt seinen Vogel) zu wohnen.

Nebenbei möchte ich noch bemerken, wenn alle ***Hotels wie dieses sind bin ich sehr zufrieden.


6.5.

Frühstück hält sich sehr in Grenzen. Gebäck dürfte aus der Tiefkühltruhe sein.

Um 8 Uhr ist Abfahrt zu den Niagarafällen auf der kanadischen Seite.


Es hat , leicht zu regnen begonnen. Die Natur ist um cirka 3 Wochen hinter der unseren. Das Grün der Bäume ist noch nicht so weit fortgeschritten wie bei uns. Es blühen Narzissen, Tulpen, Forsithien und Magnolienbäume. Schön in diesem Jahr noch einmal das Erwachen der Natur  zu erleben.

Mittags hat uns die Reiseleiterin zum

vermittelt. Kosten USD 12,00 inkl. Getränk....kommt mir wenig vor.....

Meine Skepsis war berechtigt, aber was soll/kann man bei diesem Preis verlangen......

Statt Autobahn nehmen wir den Seneca Drive und machen  einen Abstecher zu


Abgesehen vom Wasserfall

finden sich hier auch noch diverse andere Sehenswürdigkeiten

........sowie die wunderschönen typischen Häuschen, die man aus diversen amerik. Filmen kennt.


Wir fahren entlang des Seneka Lake (Five finger)

sehen  tolle Trucks

 

Auch hier wieder Häuser zum verlieben

Wir sehen viele Weingärten und immer wieder das Schild "Winery" = Weinverkostung.       Landschaftlich alles sehr gepflegt.

Nach ca 650 km nähern wir uns der kanadischen Grenze

Hier logieren wir im BW Cairn Croft Hotel

Um uns zu erfrischen werfen wir uns in den wunderschönen Pool

Wollen anschließend noch zu den Niagarafällen bei Nacht, da das Mittagessen sehr aus= giebig war, entschließen wir uns zu Fuß zu gehen. Fahrkarte kaufen wir uns trotzdem an   der Rezeption, damit ist die Rückfahrt gesichert. Karte kostet für 2 Personen 16,00 USD    und hat eine Gültigkeit von 24 Stunden. Lt. Rezeptionistin ca 25 Minuten zu gehen.  Wir gehen 40 und ihr könnt uns glauben, dass wir zu Fuss nicht  schlecht unterwegs sind.


  Es ist ein lauer Abend, aber die letzten 200 Meter wird es ziemlich kühl. Die Niagarafälle erzeugen ziemlich kalte Luft, da noch große Eisflächen aus der Winterzeit vorhanden sind.

Abends sind die Fälle  in verschiedenen Farben beleuchtet.

Brrrr uns wird kalt, wir gehen zum Busstop und werden aus dem Plan nicht schlau.............na gehen wir halt bis zur nächsten Station.

Hier werden wir natürlich auch nicht schlauer, also weitergehen lautet die Devise.  I bin grantig, mir tun die Füße weh ...........und ich bin müde, und überhaupt und ausserdem. ......Gott sei Dank hat uns während des Fußmarsches kein Bus überholt!!!

 

7.5.

 Heute wird das Frühstück serviert. Eierspeise mit Würstchen, Briochekipferl!?! und O-Saft. Jedenfalls besser als gestern.

 

Wir fahren den Niagarafluss entlang

und machen einen Fotostopp bei einem Kraftwerk an dessen Zubau 2013 auch unsere STRABAG beteiligt war,

anschließend halten wir im Niagara Falls Park 

Einige von unserer Gruppe haben einen Heli-Flug gebucht. Flug über die Niagarafälle dauert 15  Minuten, kostet 138,00 USD und hinterher kann man noch ein Bild um 18,00  bzw. 4 zum Sonderpreis von 70,00 erstehen.

Erwin und ich gehen eine Runde spazieren. 

Auf dem Weg zu den Niagarafällen, kommen wir an schönen Häusern vorbei.

Unser nächstes Ziel

Hier machen wir eine Bootstour,

und bekommen alle einen roten Regenschutz

 Erwin meint, dass wir alle wie Kondome aussehen.

Ist zwar auch Touristenmassenauftrieb, hat uns aber trotzdem sehr gut gefallen - Szenen wie man sie aus diversen Filmen kennt.

 

Danach ein kurzer Spaziergang

Das Mittagessen nehmen wir im Restaurant des Turmes, "The Tower", in luftiger Höhe ein

Die Plattform mit dem  Restaurant dreht sich im Kreis und hier sieht man erst so richtig wie gewaltig die NF sind. Die Aussicht ist grandios.

Ein Teil der Gruppe fährt weiter nach Toronto. Wir bleiben in der Stadt, bummeln durch den Park

und besuchen das Hardrock Cafe.

Erwin schlägt mit einem T-Shirt zu und anschließend holen wir uns von Starbucks einen Becher Kaffee, setzen uns in den Park und lassen mit Sicht auf die NF die Seele baumeln. Es hat mit Sicherheit 28 Grad.

Am Rückweg 

besuchen wir ein Museum

Hinterher noch einen Friedhof, den wir vom Turm aus gesehen haben.

Gegen 18 Uhr sind wir im Hotel und somit haben wir die Buskarten umsonst gekauft. Abendessen gibt‘s von McDonald's - Salatbowl

 

8.5

 

Heute haben wir die längste Distanz zu bewältigen. 680km, aaaber dann sind wir bei Obama in Washington D.C. Es gibt einen Pipi- bzw. Duty Free- Stopp auf der kanadischen Seite. Wüsste nicht was ich hier kaufen sollte. Alles sehr teuer und vor allen Dingen muss man bedenken, dass es sich bei den angegebenen Preisen nie um Endpreise handelt da immer noch Steuern aufgeschlagen werden. Ich heb' mir Shopping lieber für NY auf. 

 

Die landwirtschaftlich genutzten Flächen könnten auch bei uns sein. 


Es fällt während der Fahrt zum wiederholten Male auf wie gepflegt hier alles ist. 

Nächster HALT ist ein Stopp an einer Truckertanke. 

Wir kommen am Tijoga Fluss vorbei....Wasserreservoir. 

Wir besichtigen einen Supermarkt in Williamsport. Angebot ist breit gefächert und wir kaufen uns hier gegen 14 Uhr  unser Mittagessen. 

Hätte mir gerne mehr angesehen, aber mein "Schatzi" wird schon wieder unrund wenn er nur das Wort 'einkaufen' hört.

 

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Amish People sind unser nächstes Ziel. Sie verzichten auf Strom, Elektrogeräte, Auto etc. Versorgen sich selber und stellen landwirtschaftliche Produkte her.  Arbeiten mit Propangas und räuchern Fisch und Fleisch.  Quiltdecken, Kleider werden selber hergestellt.  Wasser muss an den Staat bezahlt werden, wenn von diesem geliefert wird,  ansonsten wird der Bedarf von Wasserquellen gedeckt. Ins Krankenhaus gehen sie nur, wenn es nicht mehr anders geht. Der jüngste Sohn bekommt immer den Hof, Eltern dürfen aber bis zum Lebensende wohnen. Andere Kinder ziehen aus.

Besonders die Bakery hat es uns angetan. 

Erstmals kann man zu annehmbaren Preis einkaufen.

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Unsere Fahrt geht wieder an wunderschönen Häusern und extrem gepflegten Gärten vorbei. Ich glaube, hier wird jeden dritten Tag der Rasenmäher angeworfen. 

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Unser letzter Boxenstopp führt uns zu einer Truckertankstelle. Tja meine Lieben, ich hab eine neue Leidenschaft entdeckt. Außer auf Blumen und Flugzeuge steh ich jetzt voll und ganz auf Trucks. Sie sind eine wahre Augenweide in ihrer Vielfältigkeit. Ich kann gut verstehen, dass so mancher Mann den Wunsch hat so ein Gerät zu steuern. Mir würde es schon reichen einmal mitzufahren.

Für Womofahrer habe ich auch einiges entdeckt............wär das nichts? Sämtliche Gewichtsprobleme (des Womos+Beladung) wären damit beseitigt.

Die Luxusvariante ist aber auch nicht schlecht.

Erschöpft von der langen Fahrt

kommen wir abends in Washington D.C. an und können unser Zimmer beziehen.

 

9.5

Uns erwartet ein schwerer Tag.  Washington D.C.

Um 8.30 starten wir zum Arlington Friedhof

JFK ist hier begraben 

Wir passieren das Pentagon

auf der Fahrt zum Lincoln Denkmal. Es hat 36 Säulen. Für jeden Staat eine. Für die letzten, Alaska und Hawai  gibt es Steinplatten. 

Wir gehen  weiter zum Korea Denkmal. Hier stehen 19 Soldaten, aus Edelstahl hergestellt, die sich in der Wand spiegeln und man sieht somit 38.

Das Vietnam Denkmal wird gerade  von Veteranen aus diesem Krieg besucht

Auf dem Weg zum Weißen Haus, gehen wir durch einen Park, in dem gefeiert 

und auch protestiert wird

Rund ums "White House" ist rigoros abgesperrt und streng bewacht


Das Capitol ist leider eingerüstet

Anschließend besuchen wir das Indianer Museum. In Washington können alle Museen GRATIS besucht werden.

Rund um das Museum gibt es "Essen auf Rädern". Einfach toll. Da steigen einem Düfte aus aller Herren Länder in die Nase. 


War das Wetter Vormittags noch grau und leichter Nieselregen, so ist es gegen mittag wieder sehr warm.

So jetzt ab ins Hotel und die Kaffeemaschine anwerfen. Sch.... wie funktioniert das Ding? Sämtlich Schalter sind kontrolliert und eingeschaltet. Das man da auch noch den kleinen "Nippel" drücken muss...

......na wer kommt denn auf die Idee? Nicht einmal mein technisch begabter Mann. Vielleicht ist er aber doch nicht so gut wie ich glaube? Stehlampe einschalten hat ja auch nur mit weiblicher Logik geklappt.  Ihr wißt was ich meine? *ggggg*

 

Um 17.00 Uhr brechen wir zum Sightseeing by Night auf. Wir statten der Union Station

( Bahnhof v. 1907) einen Besuch ab. 

1953 gab es einen großen Unfall.  Die Bremsen eines Zuges haben im Bahnhof versagt und die Garnitur ist erst im Bahnhofsgebäude zum Stehen gekommen. 400 Arbeiter haben 3 Tage und Nächte gearbeitet um den Schaden zu beheben.........Eisenhower kam auf Besuch.


Auf einer Brücke wurden mit Fliesen Kinder dargestellt.

Im Diplomatenviertel kommt man in punkto 'Schöner Wohnen' voll auf seine Kosten. 


Georgetown ist aber für uns der absolute Hammer. Schon Lady Diana liebte es hier einzukaufen. Diese Stadt hat nicht nur wunderschöne Häuser, sondern auch eine schöne Unterhaltungsmeile auf der es vor allem lautstark her geht. Fast hätte ich es vergessen, Einflugschneise des Flughafens!!! ;-)  


Nach Sonnenuntergang besuchen wir noch einmal das 2.  Weltkrieg Denkmal (World War II Memorial)- Lincoln, dann Martin Luther King und JFK Center

Wir fallen fix und fertig, mit Infos überhäuft, ins Bett.