M a d e i r a

 

2. – 11.5.2026

 

2.5.

 Pünktlich um 7:30 werden wir vom bestellten Taxi abgeholt.

 

Wir haben uns dieses Mal für diese Beförderung entschieden, da die Flughafengebühren  unverschämt sind. Vorteil:  Mit dem Taxi werden wir vor dem Terminal abgesetzt und können ohne Stress einchecken.

 Uiuiui, alles macht man selber. Wird aber an den Automaten gut erklärt. 

 

Kann gar nix schief gehen. Hat auch den Vorteil, dass man sich nur mehr bei der Kontrolle anstellen muss. Elektronische Geräte dürfen im Handgepäck bleiben. Einziges Problem bin ICH!!! Beim Security Check nützt mir auch mein Ausweis für die neue Hüfte nichts. Ich werde betatscht. Natürlich von einer Frau.

Ansonsten nimmt alles seinen gewohnten Lauf. Unser Zwischenstopp ist Frankfurt.

 

Beim Landeanflug bieten sich unseren Augen diese herrlichen Rapsfelder.

 

Bauchweh bereitet mir die kurze Zeit zum nächsten Flug. 1 Stunde!!! Jeder der schon einmal in Frankfurt war weiß, dass es sich hier um einen XXL Flughafen handelt. 

 

Also nach der Landung, Beine unter die Arme und los geht's. Wir müssen von Terminal A40 auf B11. Bist Du deppat, das ist ja fast ein Marathon. Na ja, gelegentlich übertreibe ich halt ein bissl, aber trotz Rollwegen sind wir vermutlich 15 Minuten unterwegs. Mir ist soooo heiß.  Beim Gate angekommen haben wir aber noch genügend Zeit für einen Pipistopp.

 

Passagiere werde ersucht, das Handgepäck, wegen Platzmangel, abzugeben da nicht genügend Platz in den Boxen vorhanden ist. Mein Erwin ist sofort dafür unsere Trollies abzugeben. Ich eigentlich nicht.  Die sind fast jungfräulich. Bin gespannt, wie wir sie wieder bekommen.

 

4 Stunden Flug nach Funchal liegen vor uns, auch wenn der Wetterbericht wie schon so oft, bei unseren Reisen, nichts Gutes vorher sagt, Wir freuen uns darauf und gönnen uns

 

 ……..nein kein 1/8, aber auch kein 1/4. Wer kommt auf so ein Maß?

 

Nächste Etappe, der Landeanflug auf Funchal, wird spannend.  Angeblich nur kurze Piste um zu starten und zu landen. Dürfen nur dafür ausgebildete Piloten durchführen.

 

Alles gut gegangen. Bei meinen Vorbereitungen habe ich gelesen, dass wir ein Taxi von „BOLT“ rufen sollen. 

 

Dies ist über eine APP zu bestellen. App habe ich mir schon zu Hause heruntergeladen und los geht's.  Fahrerin meldet sich und teilt uns mit, dass sie in 2 Minuten vor Ort ist. Ist sie auch, wir finden sie jedoch nicht gleich, da sie auf der rechten Seite vom Ausgang steht und wir links suchen.

 

Sie heißt Angelique und bringt uns sicher ans Ziel. Ich erhalte in der Zwischenzeit eine Nachricht, dass der Schlüsselchef vom Appartement, wegen einem Unfall im Stau steckt und sich ev. verspätet. 

 

Er hat es geschafft und ist schon vor Ort.

 

Beim Eintritt ins Haus trifft meine Nase fast der Schlag. Der Geruch ist unerträglich. Der Müllraum befindet sich im Erdgeschoss!!! Das sind ja Aussichten. Unser Appartement liegt im 3. Stock und es gibt Gott sei Dank einen Lift.

 

Die Wohnung ist XXL und sehr schön. Anfangs müssen wir, ob der Größe, unsere Zimmer suchen. 

 

Lustig ist, dass das Bad Minigröße hat. 

 

Wir packen unsere Sachen aus und anschließend starten wir zu einer ersten Besichtigung in die Stadt. Es sind von unserer Wohnung nur wenige Minuten bis ins Zentrum.. Morgen findet ein Blumencorso statt. Wir lassen uns Treiben und genießen ….

 

Langsam meldet sich Hunger und wir entscheiden uns für eine Pizzeria. 

 

Nebenan befindet sich ein Sportcafe und da gerade ein Fußballspiel stattfindet geht es dementsprechend zu. 

 

3.5.

Wider unserer sonstigen Gepflogenheiten trödeln wir heute ganz schön herum. Gleich vis a vis befindet sich ein Supermarkt, den wir von der Größe her, vom äußeren Erscheinungsbild, nicht vermutet hätten. Er erstreckt sich über 2 Stockwerke und hat ein wirklich tolles Angebot.

Nach dem Frühstück wollen wir uns die bemalten Türen in Funchal ansehen.

Ideen muß man halt haben.

 

Hier haben sich Künstler zusammengetan um den Verfall der alten Gassen zu verhindern. 2011 haben ca 200 Maler mit der Verzierung der Türen begonnen. Somit eröffneten auch Restaurants und dies brachte natürlich Touristen vor Ort. Jeder, der eine Genehmigung der Anwohner + Stadtverwaltung hat, darf seine/ihre Künste zeigen 

 

Hier könnte ich ohne Ende einkaufen. 

 

Was man aus alten Fensterflügel machen kann – ich finde die Idee sehr lässig

 

Auch diese Wand finde ich genial

 

Zwischendurch beginnt es immer wieder zu nieseln. Eh kloa, wir sind ja da. Als es stärker wird beschließen wir, das für Madeira traditionelle Getränk, den PONCHA zu testen. Jo, der hat es in sich. 2 wären vermutlich einer zu viel.

 

Schnell nach Hause umziehen und weiter geht's. Der Umzug beginnt um 16:30. Viele Menschen stehen schon dicht gedrängt an den Absperrungen. Sehe eine Lücke und hab hier wenigstens 2 Meter der Strecke im Blickfeld. Erwin kannst vielleicht schauen, ob du irgendwo ein besseres Platzerl findest und rufst mich an, falls dies der Fall sein sollte, ansonsten bleib ich hier. Nach einiger Zeit ruft er an und ich folge dem Ruf. Hätte ich besser nicht getan…..nein, hier kann ich nicht bleiben, da sehe ich nichts. Wir gehen weiter, aber finden nur mehr etwas auf den billigen Plätzen.

 

Resümee vom Umzug: Ganz nett, aber ich hätte mir mehr geschmückte Wägen erwartet. Der in den NL war um ein Vieles beeindruckender. Da es immer wieder geregnet hat

 

ist auch unsere Kleidung ziemlich feucht. Egal, wir brauchen Futter. In dem Lokal werden wir, den für hier typischen „Degenfisch mit Banane“ probieren. Schmeckt ausgezeichnet, auch wenn wir dachten, dass er erst gefangen werden musste.

 

Sensationell finde ich die Pflasterung der Gehwege

 

Eigentlich wollen wir morgen in den Monte Palace Park, aber es ist zu 95% Regen angesagt….

 

4.5.

 8 Uhr und es sieht wettermäßig nicht einmal so schlecht aus. Wie auch immer, Wetter ist nichts für Feiglinge und wir sind damit eh gut vertraut.

 

Es ist 9 Uhr, als wir bei den Gondeln ankommen und die Touris halten sich noch in Grenzen. 

 

Fahrt mit der Gondel pro Person € 16,00. 

 

Eintritt Park pro Person € 18,00 die sich wirklich lohnen.

 

Wir sind hin und weg ob der Faszination der einzelnen Bereiche.

 

Bevor wir den Rundgang starten, muss noch Kaffee und Leckerli herhalten 

 

Ich kann mich nicht satt sehen. Traumhaft schön hier. Zwischendurch zeigt sich auch für kurze Zeit die Sonne.

 

Plötzlich fällt Nebel ein und es fängt wieder an, ganz fein zu regnen. Sch…..

 

So gegen 12:20 gehen wir zur Bushaltestelle. Eine Fahrkarte kostet € 2,00. Wartezeit war dann mit einer halben Stunde und die im Regen doch ziemlich hart.

 

Zum Abschluß besuchen wir noch den Mercado dos Larradores. 

 

Fischhalle ist am Morgen sicher interessant. Vielleicht sind wir von anderen Ländern schon zu sehr verwöhnt, er haut mich jetzt nicht vom Hocker, außerdem ist er dafür bekannt, dass hier Touristen ordentlich geschröpft werden.

 

Es gibt nur ein Restaurant und die Tafel mit den Speisen entspricht keinesfalls einem Markt in Barcelona oder Rotterdam

 

Wir gehen außerhalb eine "Kleinigkeit" Essen, Zumindest hatten wir das vor.

 

Tätigen noch Einkauf im Supermarkt 

 

und jetzt will ich nur mehr nach Hause und mich ausstrecken.

Morgen bekommen wir ein Leihauto. Da diese hier recht teuer sind, mit vollem Versicherungsschutz und höherer Taxe ab 69 Jahren, haben wir nur für 6 Tage gebucht.

Übrigens für morgen ist Starkregen angesagt……

 

5.5.

 Erwin holt unser Leihauto

 

und fährt auf den uns zugewiesenen Parkplatz. Dieser befindet sich, steil bergab in einer Tiefgarage mit sehr engen Plätzen. Haben sicherheitshalber eh immer Vollkasko.

 

Was mach ma jetzt bei diesem Sch…..Wetter? Ich glaube, über uns liegt ein Fluch. Kann doch nicht sein, dass wir immer die A-Karte ziehen.

 

Ich hab einige Sehenswürdigkeiten herausgesucht:

 

Porto do Sol

Genau so trostlos wie das Wetter

 

Camara de Lobos

 Ein Lift führt in dieses Hotel

 

Schöne Aussicht von hier 

 

Es ist nach 13 Uhr und eine Kleinigkeit geht immer

                                            Wunderbare Fischsuppe

 

Kleiner Rundgang

 

Abends werfen wir uns noch einmal ins Gewühl

 

Abendessen = Poncha + Bolo do Caco = traditionelles Knoblauchbrot

 

6.5.

 Tagwache  6:30,  damit wir dem großen Andrang an Touris ausweichen können. Als erstes soll es in den FANAL FOREST, dem Feenwald, gehen. Es handelt sich hier um einen Lorbeerwald. Fahrzeit eine gute Stunde. Das Navi findet es nicht und Erwin meint, dass er als Endziel MONIZ eingibt, da wollen wir ja eh auch hin. Der Feenwald liegt irgendwo auf der Strecke und das Unheil nimmt seinen Lauf….Plötzlich sind wir in MONIZ. Ok, dann bleiben wir halt gleich da, steht eh auf unserer ToDo-Liste. Erwin mag nicht, wegen der „vermutlich“ vielen Leute, bei unserem eigentlichen Ziel. Das ist wieder typisch für ihn. Flexibilität ist nicht seine Stärke. Wir suchen wieder im Navi, finden etwas, aber das Navi führt uns wieder an der Nase herum. Ich hab dann die glorreiche Idee die Daten übers Handy zu suchen und jetzt plärrt das Navi vom Handy und das vom Auto. Erwin findet nichts zum ausschalten. Was soll ich sagen, gegen 9 Uhr treffen wir endlich ein und wir sind natürlich nicht mehr alleine. Es hat hier 8°. Habe T-Shirt, Pullover, Jeansjacke und darüber einen Regenponcho an und glaub mich holt der Teufel. Da ich in der Vorbereitung schon gelesen habe, dass es hier ziemlich Nass sein kann, natürlich auch die Wanderschuhe an. Was soll ich sagen, es wird eine richtige Gatschtreterei. Es regnet ziemlich stark und der Boden ist oft sehr schlammig. 

 

Ich will gar nicht beschreiben, wie manche Leute ausgerüstet sind, nämlich gar nicht. Mit Flip- Flops oder ähnlichem wird durch die Gegend gelaufen, auch kurzärmelig sieht man einige. Jedenfalls haben wir wenigstens das Glück, dass der Wald im Nebel liegt und dadurch mystisch wirkt. 

 

Hat aber auch den Nachteil, dass man  den Rundweg nicht findet. Wir laufen also a bissl kreuz und quer durch die Gegend und am Rückweg treffen wir auch die, im Reiseführer erwähnten Kühe.

 

Es gibt immer wieder Pfützen, daher schaffen wir es mit reinen Schuhen bis zum Auto.

 

Jetzt ist der Andrang bereits riesengroß.

 

Mühsam entledigen wir uns unserer Kleidung, es schüttet nach wie vor und wir beratschlagen bezüglich unserem nächsten Ziel. Wir entscheiden uns für SEIXAL,

 

bekannt für seinen schwarzen Strand und die Naturbäder. Die Hinfahrt führt durch sehr enge und kurvenreiche Straße. Dort angekommen brauchen wir erst einmal Kaffee um uns wieder ins Leben zurückzubringen.

 

Man hat hier eine wunderbare Aussicht. Wir verzichten darauf zum Strand zu gehen obwohl in der Zwischenzeit sogar die Sonne scheint. Kaum zu glauben, dass es sie wirklich gibt. Wir schauen uns die Gegend von oben an

 

Erwin sitzt schon im Auto, da sehe ich einen jungen Mann mit einem Fleischspieß in der Hand. Wow, ich glaube das gefällt uns und da es sowieso schon 12 vorbei ist und wir nicht gefrühstückt haben, kehren wir ein. 

 

Kaum zu glauben, wie schnell sich der Gastgarten füllt. Das Ambiente ist aber auch außergewöhnlich schön und das Essen sehr, sehr gut.

 

Nächster Stopp ist der Themenpark in SANTANA. Eintritt € 4,00

 

Sehr nett gemacht

Nach einer Dusche gehen wir noch einmal raus und gönnen uns Eis, dann geht für mich heute nix mehr. Bin seit 1:30 munter, kann nicht mehr.

 

War ein sehr schöner Tag